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Bilder und Wissen
Mag.art. Barbara Schneeweis
In dem Bild Selbstgespräch sitzt eine Frau, oder vielleicht ein junger Mann und blickt verschlossen vor sich hin. Eine Starre oder Verschlossenheit liegt in dem Gesicht, verloren oder einsam ist der Blick. Fast mit dem Hintergrund verschmolzen, nur in einer leichten weißen Zeichnung ausgeführt, befindet sich daneben die gleiche Person noch einmal. Diesmal wendet sie sich mit einem freundlichen Lächeln, sich selbst zu. Das Bild Selbstgespräch zeigt einen Prozess, bei dem ein Wesensanteil gütig zu einem anderen spricht und diesen zu erreichen sucht. Eine bildhafte Beschreibung, des von Goethe beschriebenen, grundlegenden Spannungsfeld des Menschen, ach zwei Seelen wohnen in meiner Brust. Dieses Bild thematisiert und ermöglicht selber einen solchen Prozess der inneren Zuwendung. Möglicherweise ist nach der Jahrhunderte langen Ignoranz unser inneren Welt, jetzt eine neue, bewusste Hinwendung an unsere innnere Wirklichkeit möglich und dieses Bild zeugt von dieser im entstehen begriffenen Qualität.
Das Bild Ich und Ich und Ich zeigt die Gleichzeitigkeit verschiedener Schichte menschlichen Bewusststeins auf. Die zwei Frauen blicken ins Leere, die Beziehungslosigkeit in der sich der Mensch heute befindet ist dargestellt. Das Bild zeigt die Zerissenheit und die Anwesenheit von verschiedenen Ebenen in uns. Die dritte Figur, die sich über den beiden anderen befindet hat geschlossene Augen. Hoffnung von einer höheren Instanz in einem, die lächelnd über allem ruht, die sich von den täglichen Problemen nicht berühren lässt und erkennt ohne zu werten. Und doch ist dieser Aspekt eines Menschen mit geschlossenen Augen dargestellt. Er/Sie hat keinen offensichtlichen Kontakt zum Betrachter. Doch kann ein Betrachter die Anwesenheit einer solchen Instanz nachvollziehen und erkennen, dass es möglch wäre in sich selbst danach zu suchen.
Die Ehrlichkeit des Bildes über unsere Sitation, die eben alle diese Aspekte des Seins einschließt, ermöglicht innere Prozesse die dem Betrachter naheliegen.
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